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Suzuki GS 500E

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Fahrbericht technische Daten Anzugsmomente Microfiches Ventile einstellen


GS500E von Links GS500E von Rechts
Der Einsteigermarkt war und ist bis heute hart umkämpft. Besonders Honda mit seiner CB500 und Kawasaki mit der ER-5 bieten robuste Einsteigermodelle neben der GS500 von Suzuki an.
Was macht nun eine GS aus?
Als erstes ist natürlich der günstige Preis zu nennen. Neu für ca. 4500EUR und gebraucht für ca. 1000-1500EUR sind sicherlich ein großer Anreiz, dieses Modell zu kaufen. Im Unterhalt ist sie auch sehr preiswert: etwa 5l/100km Verbrauch, 110er und 130er Reifen, verhältnissmäßig günstige Ersatzteile, sowie eine hohe Verbreitung der GS und eine jährliche Steuer von 36EUR schonen den Geldbeutel und lassen mehr Spielraum für Kilometerorgien.
Ein weiterer Vorteil ist der fast nicht tot zu bekommende Motor. Allerneuste Technik sucht man allerdings vegebens. Der Motor ist eine Weiterentwicklung des Motors der in den 70er und 80er Jahren verkauften GS450-GS550. Die bewegten Massen sind recht hoch und an ein Uhrwerk mag man beim Betrachten der Innereien auch nicht gerade denken, aber die Technik hat sich bewährt und der Motor kann locker die 80000km Marke überschreiten, solange er immer genug Öl hat. Ölmangel ist der häufigste Grund für Motorenschäden bei der GS, zumal sie mit schöner Regelmäßigkeit bei ca 40000km Laufleistung anfangen, bei hohen Drehzahlen Öl zu fressen, was oft den Tod des Motors nach langen Autobahnfahrten zur Folge hat.

Die Suzuki ist mit 34kW/46PS und 40Nm max. Drehmoment nicht übermäßig gut mit Motorleistung ausgestattet, reicht aber in jedem Falle aus, um flott voran zu kommen, zumal für Führerscheinneulinge sowieso eine 34PS-Begrenzung besteht. Gerade in hohen Drehzahlen macht die GS richtig Spaß. Für eine ordentliche Verzögerung sorgen die beiden Scheibenbremsen, die besonders bei Stahlflexbremsleitungen brachial zupacken können.
Generell läßt sich die GS sehr gut fahren. Sie ist mit 183kg recht leicht, bietet eine angenehme Sitzposition und läßt sich spielend um Kurven lenken, so dass man wohl kaum in die Verlegenheit kommt, 1000er Maschinen Platz machen zu müssen. Auf der Geraden reicht es dann aber doch nicht mehr ;-)
Bei solch sportlicher Fahrweise offenbaren sich dann aber Mängel. Besonders das etwas zu weich geratene Fahrwerk trübt den sonst gelungenen Eindruck. Dieser Mangel, sofern man ihn als solchen ansieht, kann man aber recht einfach beseitigen.
Schon mit den BT45 Reifen von Bridgestone (je ca. 80EUR) und neuen Federn von Wirth (90EUR bei Louis.de) und für die ganz harten noch einen White Power Federbein (ca. 500EUR) lassen sich die Fahrwerksdefizite ausräumen. Für die bis Baujahr 1996 recht rostanfällige Serienauspuffanlage gibt es gute Alternativen, wie z.B. die Komplettanlage LASER K1 oder BSM FUTURE für je ca. 500EUR. Leistungssteigerungen kann man mit solchen Anlagen aber, im Gegensatz zu verbreiteten Meinungen, kaum erreichen. Möchte man sich diese Ausgabe sparen, so kann man den Auspuff nach gutem Abschleifen bzw. Strahlen auch mit bis zu 800°C festem Auspufflack (12EUR bei Louis.de) lackieren.

Im Großen und Ganzen ist die GS500 ein leicht zu handelndes, preiswertes Einstiegsmodell mit überschaubarer Technik, bei dem man vieles selbst erledigen kann.

Während meiner Recherchen im Netz habe ich zwei Kommentare in Fahrberichten und Tests zur GS500 gefunden, die meine Meinung sehr gut widerspiegeln und auch zeigen, dass ich nicht als einziges über die kleine Suzi denke:

"Ich will hier mal schnell eine Lanze für die GS500E brechen. Wenn sich mancher die Batterie unter den Arm klemmt, an seine geputze Karre begibt, diese aus dem Wollpulli gräbt und der König der Tiefgarage ist, dann läuft die SUZI schon den halben Tag.
Egal ob Regen oder Eisregen am Januarmorgen, Nebel, Feuchtigkeit oder einfach der Winter unter der Laterne. Choke raus, E-Starter und das Teil geht.
"

"Die kleine Suzi ist wirklich nur was für ganze Kerle! Ok, Ok, zugegeben möglicherweise nicht wegen der spektakulär niedrigen PS Zahl und dem satten Drehmoment in allen Lebenslagen, aber reißt erstmal 1.000 KM am Stück mit der Kleinen ab und ihr wißt was es heißt 10 Stunden auf ein und dem selben durchgesessenen Sitzpolster zu verbringen!
Durchgesessen deswegen, weil JEDE, wirklich JEDE, (!!!JEDE!!!) GS500, jeden, wirklich jeden Tag ( ;-) im Einsatz ist! Niemals werdet ihr auch nur ein SAISONKENZZEICHEN an dem edlen Hintern ner kleinen Suzi kleben sehen.
Ihr könnt sie vielleicht auf der Autobahn verblasen, aber liebe Profi-Schönwetter-Fahrer mit PS Zahlen jenseits der 100 PS, macht lieber Platz wenn ihr ne kleine drängelnde Suzi im Rückspiegel seht! Während ihr noch versucht die Ideallinie zu ertasten, sind wir schon weg! Wer wöchentlich jeden Tag bei jedem Wetter fährt, der weiß wie man mit ner kleinen Suzi in ner Kurve ne GSXR-750 ärgert! Die Betonung liegt auf KURVE!!!:-)
"

GS500E von Vorne GS500E von Hinten

Hersteller: Suzuki Motors Inc. top
Modell: GS500E, GS500 E, GS 500E, GS 500 E (GM51A / GM51B)
Baujahre: 1989-2001
Rahmenbauart: Doppelschleifenrahmen Stahl/Alu
Motorprinzip: Ottomotor 4-Takt, 2 obenliegende Nockenwellen
Motorbauart: 2-Zylinder Reihenmotor, luftgekühlt, 2 Ventile pro Zylinder
Hubraum: 487ccm
Leistung: 34kW / 45PS bei 9000U/min
Drehmoment: 40Nm bei 7400U/min
Verdichtung: 1:10
Bohrung / Hub: 74,0mm / 56,6mm
Vergaser: 2 Mikuni 34mm BST33
Zahl der Gänge: 6
Antrieb: O-Ring Kette
Leergewicht: 183kg
zul. Gesamtmasse: 380kg
Kraftstoffart: 85-95 Oktan (Normal oder Super)
Tankinhalt: 17l (davon 3,5l Reserve)
Verbrauch auf 100km: 4-5l
Höchstgeschwindigkeit: 173km/h
Beschleunigung: 5,8s von 0-100km/h
Bremsen v/h: Hydraulik Scheibenbremse, ATE Schwimmsattel
Sitzhöhe: 790mm
Radstand: 1410mm
Federweg v/h: 120mm / 115mm
Reifen vorn: 110/70-17
Reifen hinten: 130/70-17

Motor
Zylinderkopfhaubenschraube: 13 - 15 Nm top
Zylinderkopfmutter: 35 - 40 Nm
Zylinderkopfschraube: 08 - 12 Nm
Zylinderstehbolzen: 13 - 16 Nm
Nockenwellenlagerdeckelschraube: 08 - 12 Nm
Nockenwellenradschraube: 17 - 19 Nm
Steuerkettenspanner: 06 - 08 Nm
Lichtmaschinenrotor: 110 - 130 Nm
Induktionsgeber: 17 - 23 Nm
Kurbelgehäuse 6mm: 09 - 13 Nm
Kurbelgehäuse 8mm: 20 - 24 Nm
Ölablassschraube: 20 - 25 Nm
Ölwannenschraube: 12 - 16 Nm
Schalldämpfer: 18 - 28 Nm
Motorbefestigungs: 60 - 72 Nm
Fahrgestell
Lenkschaftkopfschraube: 35 - 55 Nm top
Obere Teleskopgabel-Spannschraube: 18 - 28 Nm
Untere Teleskopgabel-Spannschraube: 25 - 40 Nm
Vorderachsmutter: 36 - 52 Nm
Vorderachsklemmschraube: 18 - 28 Nm
Vorderradbremssattel: 30 - 48 Nm
Obere/untere Stossdämpfer-Befestigungsmutter: 40 - 60 Nm
Hintere Dämpfungshebel-Befestigungsmutter: 70 - 100 Nm
Hinterradbremse: 20 - 31 Nm
Hinterachsmutter - Mutter mit Splint: 50 - 80 Nm
hinteres Kettenrad: 40 - 60 Nm
Alle Angaben ohne Gewähr.

Anzugswertetabelle
Für die nicht aufgeführten Schrauben und Muttern gelten folgende Anzugswerte:

Schraubendurchmesser normale o. mit "4" markierte Schrauben mit "7" markierte Schrauben top
04mm 1 - 2 Nm 1.5 - 3 Nm
05mm 2 - 4 Nm 3 - 6 Nm
06mm 4 - 7 Nm 8 - 12 Nm
08mm 10 - 16 Nm 18 - 28 Nm
10mm 22 - 35 Nm 40 - 60 Nm
12mm 35 - 55 Nm 70 - 100 Nm
14mm 50 - 80 Nm 110 - 160 Nm
16mm 80 - 130 Nm 170 - 250 Nm
18mm 130 - 190 Nm 200 - 280 Nm
microfich microfiche gs 500 gs500 gs500e gs 500e gm51a gm51b gm51
Für alle, die mal an der GS500 schrauben wollen, ist hier der Aufbau nahezu aller Teile beschrieben: Füe alle diejenigen, die bei der GS500 die Ventile selbst einstellen wollen, habe ich im Netz ein gutes englisches Video mit einer ausfüehrlichen Beschreibung gefunden, welches ich hier verlinkt habe: